Sakramente - Zeichen der Nähe Gottes

 

Sakramente 1

- Sakramente sind heilige Zeichen. In ihnen wird Gottes Heilshandeln in Jesus Christus, Gottes Sohn, für alle Menschen durch alle Zeiten hörbar und sichtbar.

 

- Das Ursakrament ist Christus selbst. Von ihm gehen alle einzelnen Sakramente aus und vergegenwärtigen punktuell und konkret in ganz bestimmten Situationen menschlichen Lebens sein Heilshandeln.

 

Deshalb kann man auch sagen: Alle Sakramente haben mit dem zu tun, was Jesus verkündet und getan hat.

 

Wort und sakramentales Zeichen verbinden sich ihnen und verweisen auf ihren Ursprung. Sakramente machen das Geheimnis unseres Glaubens sinnenhaft erfahrbar.

 

In ihnen können wir IHN hören und IHN anrühren. Sie sind wirkmäßige Zeichen der Nähe Gottes in unserem Leben. Die Kirche trägt diese Schätze verantwortlich durch die Geschichte und spendet sie, gibt sie weiter. Sie kann sie nur spenden im Sinne Jesu Christi, wie er uns in der Heiligen Schrift begegnet.

 

Die sieben Sakramente der katholischen Kirche

In der katholischen Kirche werden in bestimmten Lebensphasen und zu bestimmten Anlässen Sakramente gespendet.

Taufsakrament

Erstkommunion - Eucharistie

Versöhnungssakrament - Bußsakrament

Firmung

Ehesakrament

Priesterweihe

Krankensalbung

 

In einer gottesdienstlichen Feier werden diese Sakramente in ritualisierter Form gespendet. Riten helfen uns und geben uns Sicherheit an Wendepunkten unseres Lebens:

  • am Beginn des Lebens
  • immer, wenn ein Mensch spürt, dass er mehr zum Leben braucht, als das tägliche Brot, dass er Gemeinschaft mit anderen und Gott bedarf
  • wenn Schuld uns drückt und das Gewissen uns plagt und wir einfach spüren: so geht es nicht weiter
  • beim Eintritt in das Erwachsenenalter
  • bei Eheschließung und Familiengründung
  • wenn ein Mensch sich entscheidet sein Leben ganz Gott zu weihen
  • in Krankheit und Todesgefahr

 

Durch diese sichtbaren Zeichen der Gnade Gottes in unserem Leben spricht uns Gott seine Hilfe und Gegenwart zu.

 

 

Mehr zur Taufe in St. Georg - St. Bartholomäus - St. Bonifatius ... klick

 

Die Taufe

 

In der Taufe wird der Täufling, unabhängig vom Alter, als Mitglied in die kirchliche Gemeinschaft und in die Gemeinde aufgenommen und unter den Schutz Gottes gestellt. In der Regel findet die Taufe im Kindesalter statt, aber auch Erwachsene werden getauft.

Bei der Kindertaufe kommt den Eltern und Taufpaten eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollen dem Kind sowohl den christlichen Glauben als auch christliche Werte vermitteln.

 

Was müssen Sie tun, wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten?

 

Als erstes melden Sie sich in dem für Sie zuständigen Pfarrbüro an. Dazu nehmen Sie bitte das Familienstammbuch mit der Geburtsurkunde des Kindes mit. Außerdem benötigen Sie noch die Namen und die Adressen der Taufpaten. Auch eine Bescheinigung über deren Mitgliedschaft in der katholischen Kirche wird nötig, falls diese nicht in Ihrer Gemeinde leben.

Die Paten (höchstens 2) müssen das 16. Lebensjahr vollendet haben, katholisch sein und das Firmsakrament empfangen haben. Falls Sie einen evangelischen Begleiter/in für Ihr Kind möchten kann dieser lediglich Taufzeuge, nicht jedoch Pate sein.

 

Das Sakrament der Taufe spendet ein Priester oder Diakon.

Vor der Taufe bekennt der „Täufling“ seinen Glauben an den Dreieinigen Gott (Vater, Sohn, Heiliger Geist). Bei kleinen Kindern tun dies stellvertretend Eltern und Paten, nachdem sie für das Kind die Taufe erbeten und die Aufgabe übernommen haben, es im katholischen Glauben zu erziehen.

Die Taufe ist Zeichen einer neuen Schöpfung. Menschen sind Kinder dieser Erde und werden in der Taufe zu Kindern des Himmels. Früher wurden die Erwachsenen ins Wasser eingetaucht. Sie wurden symbolisch eingetaucht in die Liebe Gottes, die sich uns im Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi geschenkt hat. Heute wird das Haupt des Kleinkindes mit etwas Wasser beträufelt und der Taufspender spricht die Worte: „Ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

Danach salbt er den Täufling mit Chrisam (kostbares Salböl, das vom Bischof in der Karwoche extra geweiht wird).

Chrisam (griech. chrisma „Salböl“, christos „der Gesalbte“) gilt als Sinnbild für Gesundheit, Freude, Kraft und Glück. So erhält der Täufling eine unauslöschliche Würde: Er wird gesalbt wie Könige, Priester und Propheten gesalbt wurden.

Die Taufkerze, die an der Osterkerze entzündet und an die Eltern übergeben wird, vergegenwärtigt den auferstandenen Christus und ist sichtbares Zeichen der Verheißung Jesu an seine Jünger: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14).

Die Taufe zeigt uns, dass ein Mensch nicht nur ein irdisches, sondern auch ein göttliches Leben hat. Der Tod hat keine Macht über ihn. Die Taufe gehört daher neben der Erstkommunion und Firmung zu den sog. Initiations- (Einführungs-) Sakramenten.

"Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den kein anderer hat. Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und ruft mich bei meinem Namen."

(John Henry Newman, 1801-1890)

Das Bußsakrament - das Sakrament der VersöhnungBuße 1

 In der sensiblen Wahrnehmung unseres Lebens, dessen was wir sagen oder tun, stoßen wir immer auch an Grenzen. Wir stellen Schwächen bei uns fest und müssen bei allem, was wir Gutes tun, uns ehrlich eingestehen, dass wir auch Schuld auf uns laden, uns von der Gemeinschaft entfernen und sündigen.

 

"Das Leben ist nicht perfekt rund und ich mache nicht alles gut und andere machen auch Falsches und mit mir wird umgegangen und ich gehe mit anderen um....

Wie soll ich alle Erfahrungen, Missgeschicke, Unterlassungen sortieren und mit meiner Unzufriedenheit umgehen? Es ist gut, dass es dich gibt, GOTT. Du lädst mich ein, inne zu halten, mich zu besinnen, umzukehren und einen anderen Weg zu beginnen."

 

Das Bußsakrament ist eine Hilfe, meine Grundposition wahrnehmen zu können und Umkehr möglich zu machen. Es stärkt mich gerade so in der Hoffnung, dass neues Leben in mir wachsen will und möglich ist.

Das Sakrament gibt Ermutigung und Zuspruch durch Christus selbst, immer wieder neu anfangen zu dürfen.

Der Priester leiht eigentlich nur dem Jesus des Evangeliums den Mund, in dem er zuhört und losspricht von bereuten Sünden. Größer und weiter als menschliche Schuld ist Gottes Liebe.

Wenn ich schuldig werde, auch durchaus im Sinne von "schuldig bleiben", dann tut es Not, sich Zeit zu nehmen, inne zu halten.

 

Die Kirche bietet viele Möglichkeiten, mit Gott und den Menschen ins Reine zu kommen.

- In jeder Kirche hängen Kreuzwegdarstellungen. Gehen Sie daran entlang, halten an und suchen sich selbst in einer dargestellten Situation - oder beten Sie einige Stationen des Kreuzweges.

- Besuchen Sie einen Bußgottesdienst. Hier werden Ihnen die verschiedensten Wege angeboten über sich und Ihr Tun nachzudenken.

- Besuchen Sie die Hl. Messe. Zu Beginn bin ich gefordert, inne zu halten und meine Sorgen, Nöte, Schulden aber auch Freuden quasi vor den Altar zu legen im Kyrieruf.

- Begeben Sie sich auf eine Wallfahrt. Bringen Sie sich körperlich und gedanklich in Wallung und denken Sie über das Leben nach - halten Sie es Gott hin.

- Suchen Sie das Gespräch mit einem Priester und lassen sich das Sakrament der Versöhnung zu Teil werden.

 

Viele Wege - betreten muss ich sie selber. Herzlich Willkommen!

 

Erstkommunion | Eucharistie

 

Das Sakrament der Eucharistie ist das Herz jeder katholischen Gemeinde. Es ist die große Danksagung für das, was Gott in Jesus Christus verkündet und gelebt hat. Es ist Danksagung für die Offenbarung der unbedingten Liebe Gottes zu uns. Christen feiern die Eucharistie zuErstkommunion 1m Gedenken an das, was Gott durch Jesus Christus getan hat. Gott hat durch Christus zu den Menschen gesprochen, Kranke geheilt, Sünder zur Umkehr gerufen und allen die frohe Botschaft verkündet.

In der Eucharistie gedenken wir dem Tod und der Auferstehung Jesus Christus. Wir kommen zusammen um das Brot zu brechen, das uns die Hoffnung schenkt, das auch das Zerbrochene in uns geheilt wird, damit wir gestärkt in unseren Alltag zurückkehren können.

 

Bei der Feier der Erstkommunion empfangen Kinder, nach einer Zeit der Vorbereitung zum ersten Mal das Sakrament der Eucharistie. In der Vorbereitung erhalten die Kinder die Möglichkeit von Gott und Jesus zu hören, Erfahrungen zu sammeln und in speziellen Kinder- und Familiengottesdiensten den Ablauf der Liturgie kennen zu erlernen.

 

In den Kirchorten geschieht diese Vorbereitung jeweils etwas anders. Fragen Sie in Ihrem Pfarrbüro nach.

 

Weitere UNTERPUNKTE kommen noch

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Information zur Erstkommunionvorbereitung in St. Pius ... klick

Erstkommunion - Termine 2019 in St. Pius... klick

Das 1. Treffen am 2. Advent ... klick

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Erstkommunion 2019 in St. Bartholomäus, St. Bonifatius und St. Georg ... klick

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Firmung

Die Firmung war ursprünglich integriert in das Sakrament der Taufe. Da im frühen Christentum vorwiegend Erwachsene getauft worden sind, die damit bewusst und mutig ihren Glauben an Jesus Christus bezeugten, war es sinnvoll und notwendig, die Täuflinge mit der Gabe des Heiligen Geistes zu stärken, denn das bedeutet die Firmung (vom lateinischen firmare). Dies geschah damals wie heute durch Handlauflegung und SFirmung 1albung mit Chrisam durch den Bischof.

Die Firmung ist die Vollendung der Taufe.

Im Kindesalter haben die Eltern für das Kind entschieden, Christ zu werden. Im Jugendalter bekennen sich Menschen zur Taufe - sie erneuern das Taufversprechen.

Die Vorbereitung geht über mehrere Treffen der Jugendlichen gemeinsam mit Menschen aus der Gemeinde. Es geht in dieser Vorbereitungszeit nicht so sehr um Glaubenswissen, sondern eher um das Erlebnis von Glauben in Gemeinschaft - von Glauben unter dem Geist Gottes. Was verbindet uns, was stärkt uns, wer weist uns Perspektiven ...

 

Auf diesem Weg wird aus dem Kinderglauben ein altersgerechter Glaube.

 

Am Ende der Vorbereitungszeit spendet immer ein Bischof das Sakrament des Hl. Geistes / der Firmung.

 

Jugendliche gehen gestärkt mit der Zusage Gottes, "Ich bin bei dir" in ihr weiteres Leben.

 

St.Georg, St. Bartholomäus, St. Pius, St. Bonifatius

 

St. Josef, St. Heinrich, St. Michael

Kirchliche TrauungTrauung 1

 

Noch vor wenigen Jahren lagen zwischen der standesamtlichen Hochzeit und der kirchlichen Trauung wenige Tage, oft nur einige Stunden. Heute hat sich das entscheidend geändert. Die zivile Eheschließung und die kirchliche Trauung werden nicht mehr gleichsam automatisch zusammen gefeiert. Darin kommt in vielen Fällen zum Ausdruck, dass die kirchliche Feier ein andere Bedeutung hat als die standesamtliche.

 

Menschen, die an Gott glauben und Gott immer wieder suchen, wissen um die Chancen und Bereicherungen, die ein Leben im Vertrauen auf Gott bereithält. Sie erfahren ihr Leben in einem ganz tiefen Sinn als wertvoll – weit über die materiellen Werte hinaus. Wie in der Liebe und Zuneigung zwischen Brautleuten oder Ehepartnern, wie in der Liebe, die sie füreinander empfinden, spüren und erleben sich gläubige Menschen von Gott unbedingt angenommen als Mensch, als Person, als Ich.

 

Menschen, die an Gott glauben und ihn immer wieder suchen, wissen sich auch dort und dann angenommen, wo ihr Leben leidvoll an Grenzen stößt. Gerade dieses Wissen und diese Erfahrungen machen Mut, „Ja” zu dem Partner, zu der Partnerin zu sagen. Sie wenden die christliche Botschaft und Grundhaltung, dass das Leben gerade im Vertrauen auf die bedingungslose Liebe Gottes gelingt, ganz konkret auf einen Lebensbereich an: auf ihr Leben als Paar.

 

Wenn ein Paar mit dieser Haltung sich in der Kirche zueinander bekennt und sich so traut, dann spricht die katholische Kirche von einem heilbringenden Zeichen. Von einem Zeichen, in dem sichtbar wird, wie Gott sich uns, den Menschen, zuwendet. Ein solches Zeichen heißt in der katholischen Kirche „Sakrament”.

 

"Im Sakrament, im Zeichen der Ehe wird sichtbar: So wie Partner sich immer wieder umwerben und sich lieben, so umwirbt Gott uns, so liebt Gott die Menschen."

(aus: www.kirchlich-heiraten.de)

 

Trauungen, Silber- oder Goldhochzeiten sind, wie bei Taufen auch, grundsätzlich über das zuständige Gemeindebüro an zu melden.

 

 

 

Die Priesterweihe

 

 

Menschen fühlen sich von Gott gerufen, einen besonderen Dienst in/an der Kirche zu tun. Wer in ihr ein Amt ausführen will, hat einen besonderen Auftrag. Er handelt im Auftrag Jesu Christi.

Weihe 1

Die in der katholischen Kirche werden diese Menschen zu Diakonen, Priestern und Bischöfen geweiht. Mit der Weihe werden besondere Vollmachten verliehen.

 

 

Das Weihesakrament kennt drei Stufen:

- Diakon (griech. diakonos „Diener“),

- Priester (griech. presbýteros „ehrwürdig, Gemeindeältester“)

- Bischof (kirchenlat. episcopus „Aufseher, geistlicher Leiter“).

 

 

Wer geweiht wird, empfängt eine Gabe des Heiligen Geistes, die ihm Vollmacht gibt und durch den Bischof verliehen wird. Der verkündet: „Stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.“

 

 

Priester sein bedeutet nicht nur eine Funktion. Durch die Weihe bekommt ein Priester eine bestimmte Kraft und eine Sendung für seine Geschwister im Glauben. Er verkündet das Wort Gottes, feiert die Heilige Eucharistie und spendet die Sakramente, nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Jesu Christi.

 

 

In der Nachfolge der Apostel ist das Weihesakrament in der Katholischen Kirche nur Männern vorbehalten. Bei allen drei Weihestufen wird das Sakrament durch bischöfliche Handauflegung und Chrisam - Salbung vollzogen. Bei einer Bischofsweihe müssen mindestens drei Bischöfe anwesend sein. Auch der Papst ist ein Bischof, Bischof von Rom.

 

 

"Für euch bin ich Bischof, mit euch bin ich Christ. Jenes bezeichnet das Amt, dieses die Gnade, jenes die Gefahr, dieses das Heil." (Augustinus, 354-430)

 

 

Mehr auf der Homepage des Bischöflichen Priesterseminars Borromaeum:

priesterseminar-muenster.de

 

 

Die KrankensalbungKrankensalbung 1  

Krankennotdienst für die Pfarrei Heilige Edith Stein: Telefon   0170 / 7 93 50 24

 

 

 

Krankheit, Unfall, Tod, Leid...

das wirft Fragen auf: Warum ich? Warum muss ich leiden? Warum geht es dem liebgewordenen Menschen schlecht? Wir stoßen an Grenzen. Was kann helfen? Was täte uns gut?

 

 

Das Sakrament der Krankensalbung soll dem Menschen helfen, ihn aufrichten und stärken.

 

 

Gott fühlt sich den Kranken besonders nahe. Das Sakrament der Krankensalbung soll den Kranken daher stärken und ihm Kraft geben auf die Nähe Gottes zu vertrauen.

 

 

Viele haben Angst vor diesem Sakrament, weil sie fürchten, sie seien dann an ihrem Lebensende angekommen. Diese Sorge ist unnötig. Denn die Krankensalbung begleitet nicht nur Sterbende auf ihrem letzten Weg, sondern kann von jedem Gläubigen empfangen werden, der sich in einer gesundheitlich kritischen Situation befindet (chronische Erkrankung, Operation). Sie kann mehrfach gespendet werden.

 

 

Der wesentliche Ritus bei der Spendung des Sakraments besteht in einer von Gebeten begleiteten Salbung der Stirn und der Hände mit heiligem Öl durch den Priester.

 

 

"Die Sorge für die Kranken muss vor und über allem stehen: Man soll ihnen dienen als wären sie wirklich Christus."  (Benedikt von Nursia, 480-547)