Das Bußsakrament - das Sakrament der VersöhnungBuße 1

                   In der sensiblen Wahrnehmung unseres Lebens, dessen was wir sagen oder tun, stoßen wir immer auch an Grenzen. Wir stellen Schwächen bei uns fest und müssen bei allem, was wir Gutes tun, uns ehrlich eingestehen, dass wir auch Schuld auf uns laden, uns von der Gemeinschaft entfernen und sündigen.

"Das Leben ist nicht perfekt rund und ich mache nicht alles gut und andere machen auch Falsches und mit mir wird umgegangen und ich gehe mit anderen um....

Wie soll ich alle Erfahrungen, Missgeschicke, Unterlassungen sortieren und mit meiner Unzufriedenheit umgehen? Es ist gut, dass es dich gibt, GOTT. Du lädst mich ein, inne zu halten, mich zu besinnen, umzukehren und einen anderen Weg zu beginnen."

 

Das Bußsakrament ist eine Hilfe, meine Grundposition wahrnehmen zu können und Umkehr möglich zu machen. Es stärkt mich gerade so in der Hoffnung, dass neues Leben in mir wachsen will und möglich ist.

Das Sakrament gibt Ermutigung und Zuspruch durch Christus selbst, immer wieder neu anfangen zu dürfen.

Der Priester leiht eigentlich nur dem Jesus des Evangeliums den Mund, in dem er zuhört und losspricht von bereuten Sünden. Größer und weiter als menschliche Schuld ist Gottes Liebe.

Wenn ich schuldig werde, auch durchaus im Sinne von "schuldig bleiben", dann tut es Not, sich Zeit zu nehmen, inne zu halten.

Die Kirche bietet viele Möglichkeiten, mit Gott und den Menschen ins Reine zu kommen.

- In jeder Kirche hängen Kreuzwegdarstellungen. Gehen Sie daran entlang, halten an und suchen sich selbst in einer dargestellten Situation - oder beten Sie einige Stationen des Kreuzweges.

- Besuchen Sie einen Bußgottesdienst. Hier werden Ihnen die verschiedensten Wege angeboten über sich und Ihr Tun nachzudenken.

- Besuchen Sie die Hl. Messe. Zu Beginn bin ich gefordert, inne zu halten und meine Sorgen, Nöte, Schulden aber auch Freuden quasi vor den Altar zu legen im Kyrieruf.

- Begeben Sie sich auf eine Wallfahrt. Bringen Sie sich körperlich und gedanklich in Wallung und denken Sie über das Leben nach - halten Sie es Gott hin.

- Suchen Sie das Gespräch mit einem Priester und lassen sich das Sakrament der Versöhnung zu Teil werden.

Viele Wege - betreten muss ich sie selber. Herzlich Willkommen!